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Blutkrone; Genre: Historischer Krimi; Verlag: Net-Verlag; ISBN: 978-3-944284-07-1; Preis: 11,95 €; Erscheinungstermin: 24. Juni 2013
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Sonntag, 2. Dezember 2012

Am Ende der Zeit (XXVII)

Am Ende der Zeit (XXVII)


Plötzlich stiegen schwarze Nebelschwaden aus dem Fußboden 
auf. Blitze zuckten durchs Zimmer und schlugen dem 
Großmeister die Waffe aus der Hand. Der stürzte und 
verlor das Bewusstsein. Lukas kroch unterm Bett vor 
und befreite uns. Max Werk!, überlegte ich. 

Wir fesselten den Großmeister an die Heizung. Dad zog sich 
dessen Drakula-Kapuzenumhang an und hopste zähnefletschend 
auf dem Bett herum. Wir kringelten uns. Tut das gut! 
Dad ist zurück, freute sich Julia. 

Mit Wolfgangs Waffe scheuchte Dad dessen Kumpel ins 
Hotelzimmer. Nachdem wir dessen düsteres Gewand ebenfalls 
in den Händen hielten, fesselten und knebelten 
wir ihn. Fasziniert betrachtete ich mich im Spiegel. 
Schwarz macht schlank und passt zu meinem Nagellack, 
dachte ich. Lukas wühlte im Schrank. Mit glitzernden Augen 
hielt er einen weiteren Mantel hoch. »Wie Fasching«, murmelte 
ich und kicherte.     

© Literaria Wertenbroch (2012)

Samstag, 1. Dezember 2012

Am Ende der Zeit (XXVI)


Am Ende der Zeit (XXVI)


»Die Zimmernummer des Großmeisters!«, forderte Dad.
Der Portier zeigte auf die 66 und gab Julia den Schlüssel. 
Er hielt uns für eine Familie. Meinte es das Schicksal mal 
gut mit uns? Vorsichtig öffnete Julia die 66.

Vom Großmeister keine Spur. Überall flog sein Zeug rum; 
obendrein der Verfluchte. Lukas Berührung zerfetzte den 
Schädel in tausend Splitter. Hastig traten wir die 
Scherben unters Bett. Es klopfte. »Seid ihr fertig, 
Wolfgang?«, rief eine Männerstimme. »Moment«, antwortete 
der.

Mit einem Knall flog die Badtüre auf. Blitzartig stand
Wolfgang im Raum: Ein Handtuch um die Hüfte und die Pistole 
auf uns gerichtet. »Erwischt!«, lallte er. »Sag der Göre,
sie soll den Schädel hergeben, sonst knallts.«
»Tu, was er sagt», befahl mir Dad. Ich setzte Max behutsam 
aufs Bett. Mit Kabelbinder fesselte uns der Großmeister 
Rücken an Rücken.

© Literaria Wertenbroch (2012)