Am Ende der Zeit (XIX)
Lukas verbarg Max hinter sich. Wahrscheinlich
wollte er,
dass Dad erst zu Hause Maxs Entführung
bemerkte. Ganz schön schlau, Brüderchen, dachte ich. »Sind wir endlich weg, von
der Loge?«, quengelte Max.
Lukas sah mich mit einem
wie-hält-man-einem-Totenkopf-den-
Mund-zu-Blick an. Mein Bruder gab sein Bestes.
Er stopfte
Max unter die Hundedecken. Vergeblich. Der Kristallschädel schwatzte
munter weiter; begann zudem noch blau zu leuchten.
Wie ein Regenschirm im
Platzregen, schenkte Max unserer
kleinen Familie Frieden. Dad atmete ruhig,
seine
Zornesfalten glätteten sich und wir hörten auf, mit
den Zähnen zu
klappern.
© Literaria Wertenbroch (2012)